Amtsblatt MW 20. November 2004

 

Die Dreschflegelgruppe Eulendorf unter Leitung von Walter Glöckner feierte am Samstag

im "Heimateck” in Eulendorf ihr 20-jährigesBestehen.

Zur 700-Jahrfeier von Eulendorf im Jahre 1984 hatte die Gruppe ihren ersten Auftritt.

Das, was Walter Glöckner in seiner frühen Jugend auf dem Bauernhof von seinem Vater gelernt hatte, gab er nun an junge Leute weiter, damit sie diese bäuerliche Tradition

pflegen. Der bekannte sächsische Kabarettist Winfried Krause, der damals in Eulendorf

weilte, war begeistert von der kleinen Dorfgruppe, die anfangs aus nur vier Mann bestand, munterte sie zur Weiterarbeit auf und bescheinigte ihnen Erfolge für die Zukunft.

Wie recht er hatte, zeigt die Entwicklung der letzten 20 Jahre.

 

 

 

Kontakt:

Walter  Glöckner

Am Eulenbach 20
09661 Hainichen
Telefon: (03 72 07) 5 35 07

 

573 Auftritte absolvierten die Eulendorfer zu den verschiedensten Anlässen.

Inzwischen gehören 33 junge Leute der Gruppe an. Das Vorstellen der schweren körperlichen Arbeit der früher in der Landwirtschaft tätigen Menschen wollen sie auch in Zukunft nicht in Vergessenheit geraten lassen.
Mit Unterstützung der Bauernvereinigung der VdgB arbeitete die Gruppe bis 1990und hatte unter anderem zu landwirtschaftlichen Höhepunkten ihre Auftritte.

 

 

 

Die erste große Veranstaltung, an der sie teilnahmen, war das Bezirksfest der VdgB in Vielau. Danach gab es immer wieder Anfragen zu Heimat- und Erntedankfesten. Höhepunkte waren bis zur Wende zum Beispiel die Agrarschau in Chemnitz, 1986 der Auftritt zur IGA in Erfurt, die Landwirtschaftsschau in Leipzig, Pressefest in Zwickau. 1987 traten sie zum 750-jährigen Jubiläum in Berlin auf dem Alexanderplatz auf.

Aber auch nach der Wende war die Traditionsgruppe aus Eulendorf zum Beispiel zu den Tagen der Sachsen gefragt. Das Trachtenfest in Sindelfingen ( Baden-Württemberg ), wo 154 Trachtengruppen dabei waren, davon zwei aus Sachsen, eine Gruppe aus Torgau und die Eulendorfer Flegeldrescher, ist ihnen noch genauso in guter Erinnerung, wie der Auftritt in Banschwitz-Kuchau, wo sie nach den Klängen des Polizeiorchesters Dresden ihre Dreschflegel bewegten. "Und Klang haben muss das Flegeldreschen auch, das war ja die einzige Freude an der schweren Arbeit”, erinnert sich Walter Glöckner.

 

 

Inzwischen verbindet die Gruppe mit den Sensendenglern aus Schwarzbach (Elterlein)

anhaltende Freundschaft.

Denn beide Vereine haben sich der Bewahrung bäuerlicher Traditionen verpflichtet.

Aber auch Kinderspiele aus vergangenen Tagen, wie Kreiseln, Pfeife schnitzen aus Weide, Eiche oder Haselnuss, Reifen treiben oder auf Stelzen laufen zeigen die Kinder der

Dreschflegelgruppe bei ihren Auftritten.

Seit 1994, zum 10-jährigen Bestehen, haben sie auch eine stolze Vereinsfahne, die mit ihren bäuerlichen Symbolen das Anliegen der Gruppe unterstützt.